Auswärtssieg im Koblenzer Oberwerth


Nach zwei Niederlagen in der zurückliegenden englischen Woche gelang dem FCH im Auswärtsspiel bei Rot-Weiß Koblenz ein 4:0-Auswärtssieg. Hingerl und Hoffmann ebneten in Durchgang eins den Weg zum Sieg, ehe Carl mit zwei Treffern in der zweiten Hälfte den Sack zu machte.

Verletzungsbedingt musste FCH-Coach Matthias Mink wieder viel rotieren. Kapitän Patrick Lienhard, der sich im Derby gegen Elversberg einen Innenbandanriss im Knie zugezogen hatte, wurde in der Zentrale durch Christian Telch ersetzt. In der Innenverteidigung durften diesmal Ivan Sachanenko und Maurice Springfeld von Beginn an ran. Stefano Maier stand wegen muskulärer Probleme nicht im Kader. Jannik Sommer besetzte die freigewordene Position im Mittelfeld, Springfeld rückte wieder in die Defensive.

Homburg von Beginn an bedacht darauf das Zepter in der Partie in die Hand zu nehmen. So kam man nach wenigen Minuten auch zu den ersten Torchancen. Aber Marco Hingerl mit einer Kopfballchance (4.) und Damjan Marceta nach gutem Zuspiel von Marcel Carl (9.) scheiterten. Die Hausherren kamen nach einer knappen Viertelstunde durch Valdrin Mustafa das erste Mal gefährlich vor das FCH-Tor, David Salfeld hielt sicher.

Homburg lief den Gegner immer wieder sehr früh an, um den Spielaufbau der TuS zu stören - so auch in der 24. Spielminute. TuS-Keeper Gaye spielte im Sechzehner seinen eigenen Innenverteidiger flach an, der durch Marceta unter Druck gesetzt, wegrutschte. Den gewonnenen Ball passte der Angreifer dann zu Hingerl, der nur noch in das verwaiste Tor einschieben musste.

Durch einen Freistoß der Koblenzer, ausgeführt durch Alem Koljic, wären die Gastgeber beinahe vor der Halbzeit zum 1:1-Ausgleich gekommen, aber Salfeld fischte die verlängerte Flanke aus dem Winkel und hielt so die Null fest (35.). Nur wenige Minuten später kam erneut Mustafa aus rund elf Metern zum Abschluss, der zum Glück für die Grün-Weißen das Tor um nur wenige Zentimeter verfehlte. Danach die Gäste aus Homburg wieder im Vorwärtsgang und mit einer Ecke getreten von Sommer. Die Flanke kam zentral auf Marceta, der auf Carl weiterspielte und dessen Hereingabe fand mit Philipp Hoffmann einen dankenden Abnehmer und es ging mit einer 2:0-Führung in die Halbzeit.

Koblenz agierte in der zweiten Halbzeit deutlich mutiger und kam nur wenige Minuten nach Anpfiff wieder gefährlich vor das Tor von Salfeld, der gegen Koljic erneut stark parierte (49.). Kurz darauf scheiterte der zuvor eingewechselte Ivicic am Pfosten (57). In der Drangphase der Hausherren dann der Rückschlag in Form einer Gelb-Roten Karte für Julius Schell, der in Durchgang eins bereits gelb sah (60.). Homburg nutzte die Überzahl direkt und erhöhte durch Carl, der einen wunderschönen Doppelpass mit Hoffmann spielte um die TuS-Defensive auszuhebeln, auf 3:0 (64.). Und Carl war es auch, der nach einer Ecke den Patzer des TuS-Keepers Gaye ausnutzte und die Führung weiter auf 0:4 in die Höhe schraubte (70.). Bei diesem Spielstand blieb es dann auch, sodass der FCH nach zwei sieglosen Spielen in Folge in Koblenz wieder einen verdienten Dreier einfahren konnte

FCH-Coach Mink nach dem Spiel: „Ich bin mit der Torausbeute und dem Zu-Null-Spiel zufrieden. Ich hätte nicht gedacht, dass wir hier 4:0 gewinnen. Die Art und Weise geht sicherlich besser, denn wir hatten unnötiger Weise wechselhafte Phasen im Spiel. Dies ist aber vielleicht auch durch unsere personelle Situation heute bedingt, denn uns fehlten vier potenzielle Stammspieler heute. Trotzdem ein Kompliment an meine Jungs, dass wir heute hier vier Tore gemacht und gewonnen haben.“

Am kommenden Samstag steht nun wieder ein Heimspiel vor der Tür. Zu Gast ist der FSV Frankfurt. Anstoß am 17.10. ist um 14:00 Uhr.

Aufstellung: Salfeld - Plattenhardt, Springfeld, Sachanenko (85. Reuss), Stegerer – Sommer (61. Weiß), Telch, Hingerl (75. Dulleck) – Hoffmann - Marceta, Carl



Tore: 0:1 Hingerl (24.), 0:2 Hoffmann (41.), 0:3 Carl (64.), 0:4 Carl (70.)



Zuschauer: 350



Schiedsrichter: Marc Heiker



Gelbe Karten: Gaye, Klein / Sachanenko



Gelb-Rote Karte:
Schell